Montag, 13. Juni 2011

Wenns mal keine Berge mehr gibt…

Ja was mach ma dann. Fürn Sommer bin ich jetzt gewappnet. Über Pfingsten packten Claudia und ich unsere Fliegersachen in den BUG und es ging Richtung Kelheim. Genauer gesagt nach Griesau. Hier gibt’s einen kleinen aber feinen Flugplatz, den die Flugschule Kelheim Wochenends für Drachen Ultralight Schlepps verwendet. Am Samstag führte uns der Käfer sicher über 250km deutsche Autobahn, mit 90 bis 110km/h waren wir nach 4 Stunden, inklusive kurzem Umweg, am Ziel angekommen. Claudia versuchte sich mit Aumer Rudi im Tandemdrachen, kam dadurch aber zum Entschluss diese Ausbildung noch etwas zu vertagen. Schuld daran waren hauptsächlich der Panzer von Tandemdrachen und die doch sehr turbulenten Bedingungen. Doch aufgegeben hat sie noch nicht. Abends hätten wir schon ein Wirtshaus mit Übernachtungsmöglichkeit ins Auge gefasst. Doch nach dem Landebier entschieden wir uns auf der Wiese hinterm Auto zu schlafen. Meine unheimliche Wetterkenntnis brachte uns wieder einmal in eine super Situation. Ohne Unterlegmatten oder Zelt fing es natürlich an zu regnen. Und weit und breit nix zum unterstellen. Also das ganze Gepäck weg von der Rückbank, vor auf die Fahrer- und Beifahrersitze und zu zweit hinten in den Käfer rein! SuperSweet!!! Hippiefeeling vom feinsten!Nach dem Frühstück wurde es auch für mich ernst. Ich bekam einen Moyes Mars. Genau der Drache mit dem ich das Fliegen auch vor 6 Jahren gelernt hatte. Kann ja nix mehr schief gehen. Doch vor mir gab es bereits 4 LockOuts, 3 Sollbruchstellenrisse, und einen Motorausfall! Theorieprüfung mit 3 Fehlern bestanden und rein mit dem Drachen ins SCHORSCHI. So heißt der Schleppwagen der Flugschule (und mein erster Fluglehrer = noch ein gutes Zeichen!). Dank der guten Einweisung von Rudi Aumer gings ohne Probleme von der Startbahn weg und nach 400hm klinkte ich mich aus. Astreine Show! Leider war an diesem Pfingstwochenende so viel los, dass sich kein zweiter Schlepp mehr ausging. 9 Flüge sind noch zu absolvieren, dann ist diese Ausbildung auch wieder abgeschlossen.
Danach wieder alles rein in den Käfer und wieder rauf auf den Highway! Nach 3 Stunden auf dem rechtesten Fahrstreifen waren wir auch schon wieder in Kössen. Die erste Bewährungsprobe für unseren Sommerurlaub hat der BUG also bestanden!

Montag, 23. Mai 2011

First Release

Da Daniel Roßmann, der Herausgeber und Chefredakteur des neuen Flugsportmagazin SKYOUT, letztes Jahr am wohl adrenalinhaltigstem Wochenende krank war, bat er mich den Bericht über unseren Speedrun selbst zu schreiben. Fotos sind von meinem Sunshine Claudia & der Text ist von mir. Jetzt gibts einen Teil davon auch ONLINE zu lesen (ab Seite 12):
SKYOUT Ausgabe 1
Wer die ganze Story lesen will sollte sich eine Ausgabe kaufen =)
SKYOUT

Donnerstag, 5. Mai 2011

Neue Saison, anderes Sportgerät

Wer für das super Wetter zu Ostern verantwortlich war weiß ich nicht. Doch dem Hasen zu danken liegt nahe. Nach dem ersten Flug mit dem Combat in der neuen Saison waren die Drachenmuskeln wieder aufgewärmt. Und am 20.4.2011 lud uns (Schorsch und I) Toni ein mit ihm ins Pinzgau zu fliegen. Er versprach Hammerthermik und hohe Basis. Claudia bot sich als Abholerin an, somit waren alle Sorgen des Streckenfliegens beseitigt. Die Strecke hab ich gleich vorm Start ins GPS eingegeben, weil ohne Vorgaben wär ich wahrscheinlich wieder 3 Stunden am Unterberg herumgeflogen. Nachn Aufbaun schauten wir unseren Paragleitern beim Absaufen zu und begruben unsere Streckenträume erstmals. Doch kurz vor 12 erblickten wir zwei Starre übern Gipfel und wir machten uns startbereit. Toni sprang als ersters. Wir haben ihn dann abends um 19:00 am Landeplatz wiedergetroffen. Schorsch und ich starteten kurz nach 12Uhr. Wir flogen in die Südseite und waren nach kurzer Zeit auf 2700m. Nach dem ersten Gleitflug zum Kaiser war klar, dass unser Ziel, die Pinzgaurunde, machbar ist. Bei Brixen im Thale hab ich Schorsch das erste Mal verloren. Doch durch Zufall entschied ich mich für die gleiche Ridge in Richtung Süden. Im Pinzgau angekommen wollte ich das Dreieck etwas ausbaun und flog ein zwei Kanten weiter in Richtung Westen (Richtung Gerlos). Bereits beim Gleitflug in Richtung Zell am See bereute ich jede Sekunde, die ich in die andere Richtung geflogen bin. Meine „Drachenmuskeln“ also Schulter, Handgelenk und Bizeps sind alles andere als fit. Thermikfliegen wurde nach 2,5Stunden zur Qual. Zell am See kannte ich dank der HTL Zeit in Saalfelden, und so wusste ich auch wies wieder nach Hause ging. Außerdem konnte ich den Unterberg den gesamten Flug über sehen. Von Zell aus gings über Leogang nach Hochfilzen zu den Loferer Steinberge. Mir wird schlecht. Ich hab nur noch 20km zu fliegen und ich kann kaum mehr Thermikkreisen, da ich wahrscheinlich vorm Fliegen zu wenig gegessen habe. Egal, mit den Augen einen Punkt am GPS fixiert, und langsam kreisen. Das hilft, wenn auch nur kurz. Weiter in Richtung Waidringer Buckel. Ich merke, hier ginge noch einiges an Höhe zu machen. Doch das GPS zeigt mir an, dass ich mit +50m zum Landeplatz komme. Komisch in Zell am See waren das schon mal +400m. Doch jetzt ists auch egal, 50m! Was kostet die WELT!!!??? Auf geht’s Richtung Hager. Das Hagertal, auch Tal der Tränen und Tal der Niemalsheimkehrer genannt machte seinen Spitznamen alle Ehre. Die +50m wandelten sich nach den ersten Leewatschen in -200m um. Nicht mal mehr 15km zu fliegen! Doch der starke NordOstwind hatte noch einige Überraschungen für mich parat. Die VG traute ich mich nicht mehr voll zu spannen, da es mich immer wieder hart nach unten peitschte. Mit VG wär das nicht mehr zu korrigieren. Viel zu nahe am Hang. Doch nur so kommst trotz der -200m bis zum Landeplatz =) Landeeinteilung hab ich mir fast schon sparen können. Ein Kreis und rein. Einziger Schandfleck des Fluges: Ich war zu fertig den Landeplatz zu treffen. Also einfach drüber hinaus und im nächsten Feld gelandet. Nach ungefähr 4,5h gabs dann ein feines Landebier von Christoph, und Claudia brachte uns eine kleine Jause. Anfangs musste alles noch mit der linken Hand zum Mund geführt werden, da die rechte taub nach unten hing =) Auch Schorsch kam kurze Zeit später ins „Ziel“ und wir konnten beide unseren weitesten Flug feiern! OLE. Drei Tage drauf gings dann wieder ins Pinzgau, doch über eine andere Route. Alles in Allem: Ostern hatte es in sich


Flug OLE

Flug OHO