Montag, 20. April 2015

So far, So good /// OLC 2015


Telfs 12.04.2015:
OLC
Herrn Halter und ich waren uns am Vortag noch sicher, dass wir uns am Rauschberg treffen. Ein Regenguss um 5Uhr morgens vermieste diesen fixen Entschluss jedoch. Er motivierte mich weiter zu denken und auch weiter zu fahren. Da sein Renault auch eine Vignette auf der Windschutzscheibe kleben hatte war die Anreise schnell geklärt.
In Telfs angekommen trübten Zieren den im Westen Tirols besser vorhergesagten Tag. Nach Aufbauen und dem Beobachten von Walter Geppert gingen auch wir in die Luft. Tom stieg später im gleichen Bart ein und drehte den bis weit über meinen Kopf aus. Kurze Zeit später trafen wir uns an der Hohen-Munde und flogen 20km gegen Westen. Dort konnten wir in rasantem Steigen einen riesen Lawinenabgang beobachten und da ich nicht wusste wie weit ich noch gegen Westen fliegen darf ohne eine Luftraumverletzung zu begehen drehte ich um. Wieder übern Start angekommen fror mir bereits der rechte Arm ab. In der Nähe von Seefeld an einem vorgelagerten Buckel bei dem die Thermik schön abriss brachte ich meine Hände wieder auf Temperatur und drehte mit einem Raubvogel in Basisnähe. Der Wunsch aufgrund der Kälte landen zu gehen verschwand mit dem zunehmendem Gefühl in den Fingern. Die Angst in Innsbruck auf dem Notlandeplatz runter zu müssen legte sich durch die definierten Thermiken und die Idee nach Hause zu fliegen schlug über den kleinen Solstein so richtig ein. Von da aus glitt ich bis zum Gleisch, drehte dort ein paar Kreise bis an die Basis um sofort wieder weiter zu gleiten. Über der Hinterhorner Alm konnte ich gleiches Spiel wiederholen und auch über Schwaz boxte mich ein Bart an die Basis. Dann das erste mal in meinem Leben den Achensee bewundert und bis nach Radfeld weiter mit Kopf unten und FullVG geflogen. Über Radfeld riss die Thermik bei einem schönen Grasbugel ab und bescherte 4,5m/s integriertes Steigen bis unter die Wolke. Nach kurzem Gleiter in Angerberg noch einen nicht so effektiven Thermikschlauch genützt und den letzten Weg geplant. Nach Osten (Wörgl und Wilder Kaiser) sah ich keine Thermikwolken in Reichweite. Nach Norden (Kufstein) war der Himmel ebenfalls schon leer. Doch erschien es mir wesentlich sicherer es in Richtung Kufstein und Zahmer Kaiser zu probieren als eine Talquerung zu riskieren. Der Gleiter brachte mich bis an die Schanz, bei der leider kein Bayrischer Wind anstand. Somit wurde es nix mit aufsoaren an der Kante sonder ich suchte abendliche Thermik in der Südseite. Wenn der Bayrische bereits gepfiffen hätte wäre der Gleiter von Angerberg bis Kufstein wohl nicht möglich gewesen. Also war ich noch früh genug dran um gegen den nicht vorhandenen Nordwind fliegen zu können und noch auf Thermik zu stoßen. Danach schlich ich um die Nordseite des Zahmen Kaisers und hangelte ich mich von Hügel zu Hügel. Schlussendlich half mir die gut tragende Luft bis zum Landeplatz. Saucool.
Im Nachhinein klingt alles ganz einfach. Aber das hat das "Im Nachhinein" so an sich...

Jetzt nütze ich nochmal die Gelegenheit mich bei Thomas Halter zu bedanken und zu entschuldigen.
Danke und Entschuldigung

Als weitere Anmerkung zum Zielflug:

OneWay fliegen ist einfach der Hammer. Man hat EIN Ziel vor Augen und fertig. Entscheidungen über Routenwahl geraten (je nach Ziel) in den Hintergrund. Die Überlegungen, wo man seine Wendepunkte setzt um ein FAI-Dreieck zu fliegen oder OutAndReturn fallen alle weg und dadurch wird das konzentrieren auf den Flug und nur den Flug nochmals vereinfacht bzw. fokussiert.
Ähnlich ist es auch beim Bewerbfliegen, denn die Waypoints stehen ja bereits vor dem Flug fest nur ist man da selten so relaxed und allein unterwegs. Wobei meine "besten" Ergebnisse hatte ich immer erziehlt als ich einfach nur geflogen bin, also das Fliegen genossen und relaxed nach vorne geschaut hab. Hoffe ich kann diesen Gedanken während der nächsten Bewerbe abrufen.





Kössen 19.04.2015
AIRTRIBUNE
OLC
Mit der guten Erinnerung vom letzten Sonntag trafen wir uns zur Gärtnerstunde frühmorgens an der Bahn am Unterberg. Das reservierte Taxi lud bereits die ersten ATOS auf. Mein WillsWing hatte auch noch Platz und der Rest kam mit der zweiten Fuhr nach. Einsame Stille und eine gefrorene Schneedecke machten aus dem Aufbauen Mediation in kalter Luft. Die von der Angerer Open kopierte Rampe (Europaletten mit Gummimatten) erwies sich als super Startplatz und um 12:00 Uhr schang sich Toni als erster in die Luft. Nach kurzem Kampf in der Südseite sah man ihn bereits übern Gipfel. Das der Ostwind wehte konnte man an seinem Versatz erkennen. Markus und ich rannten um 12:38 Uhr über die Kante. Gute satte Thermik über der Almlifttalstation brachte uns bald in Gipfelhöhe. Doch richtig durchziehen wollten die Bärte am Unterberg nicht. Nach einer halben Stunde probieren entschloss ich mich es einfach zu versuchen. Carsten Friedrichs war bereits auf den Weg in Richtung Fellhorn und ich konnte aufgrund des Gerätevorteils an ihm vorbei gleiten. Am Fellhorn fand ich sofort den Anschluss. Oft schon fand ich mich dort auf Gradhöhe suchend. An der Steinplatte gurkte ich zwischen zwei Entscheidungen hin und her und drehte nicht richtig auf. Entweder in Richtung Osten weiter nach Lofer, St. Martin und Saalfelden. Oder durchs Pillerseetal nach Leogang und dann nach Saalfelden. Ich entschied mich für zweiteres, da ich dachte im St. Martiner Tal nur im Lee des Ostwindes fliegen zu müssen. An den Loferer Steinbergen mit Segelfliegern stark geschüttelt Höhe gemacht und in Richtung TÜPL-Hochfilzen weitergeflogen. Dorf einen feinen Bart ausgedreht und weiter gings Richtung Leogang. Leider trug mich die TÜPL-Thermik nicht über den Grad der Leoganger Steinberge und so wurde ich immer tiefer. Umdrehen brachte nix, denn von da kam ich ja und dort stieg nix. Also den Kampf gegen den Ostwind weitergeführt bis zur größten Kuhle in den Leogangern. Dort vereinten sich Thermik und Wind endlich und kämpften nichtmehr gegeneinander an. Trotzdem noch schwer zentrierbar ging es nach längeren Kampf, konzentriert bis fast über Grad. Die zweite Entscheidung stand an. Weiter Richtung Zell am See oder zurück? Nach dem LowSafe (1200m) entschied ich mich gegen den Pinzgauer Spaziergang und flog zurück nach Hochfilzen. Mit viel Wind war wieder nix richtiges an Thermik verwertbar und so glitt ich mit Rückenwind an die Buchensteinwand und das Vario schrie anfangs ganz nett. Doch also ich über Grad war (von der Südseite) sah ich am Windsack der Gipfelstation, dass auch Nordwind im Spiel war. Wildes Geschaukel und der Gedanke, dass man bei den Turbulenzen nicht landen will brachten mich langsam höher. Ein Luftballon der von der Südseite mit starkem Versatz in Richtung Nord aufstieg veranschaulichte die skurrile Windsituation über der unscheinbaren Buchensteinwand nur noch mehr… Wind aus allen Richtungen. Glücklich darüber in diesem Eck zu dieser Zeit nicht landen zu müssen ging es über die Waidringer Buckel zum St. Johanner Segelfliegerplatz und an die nicht vorhandene Basis. Heim oder weiter? Weiter! Den Wilden Kaiser mit immer noch viel Schnee in den Flanken mit viel Rückenwind  entlanggeflogen und am Scheffauer Höhe gemacht. Leider zu wenig um direkt über den Zahmen zu gleiten. Also rüber nach Vorderkaiserfelden und dort im starken Sinken angekommen. Weiter! Weiter und belohnt worden. Thermik in den Nordflanken. Kurz dachte ich schon der Flug ist bald aus weil es vorher so schnell runter ging. Höhe getankt und über die vom Nordwind überspülten Kamelbuckel Richtung Peternhof und heim zum Landeplatz. Dort eine schöne Landung auf die nicht vorhandenen Radl gezeigt. Super happy über den turbulenten Flug bekam ich von OidaMich noch ein Landebier und Claudia samt Wuzel wussten dank Livetracking auch wo ich war.
 

Montag, 30. März 2015

Back On Track 2015

Auch 2015 schaffte es Samuel Schuler, Bernhard Fink und Raphael Öttl die dritte Auflage des Freeride-Happening zu organisieren. Gleich Vorab: es war wie auch die letzten Jahre eines der feinsten Wochenenden die der Freeridegemeinde in Österreich geboten wurden.
Einschreiben
Looks like a cool Cottage
Das Wetter am Freitagmorgen forderte alle Motivation der Teilnehmer. Regen und wenig Sicht in Partenen. Nach Gondelfahrt und Tunneltaxi wich der Regen dem Schnee und der 2h+Aufstieg konnte beginnen.
Am Ziel
Auf der Hütte wurden die ersten Jausen und Geschichten geteilt. Nach ein zwei WeizenCola zur Stärkung fanden sich fast alle Teilnehmer vor der Hütte wieder. Ein super Lawinenverschüttetensuchkurs mit Schaufeltechnik und Erste Hilfe Tipps/Tricks schadete keinen, auch wenn man es schon öfters gehört und geübt hatte. Biwakgraben für 14 Leute und einen Panzerknacker Iglu für 7 Leute rundete den Nachmittag zusätzlich ab. Eine gute Hand voll Rider wollte nach dem Kurs noch zum „Gründungsschrein“ des BOTismus aufsteigen. Doch der aufziehende Nebel machte diesen Plan zu Nichte.
Im Biwak
Brunos Luxusabendessen stärkte uns alle für den nächsten Tag. Die Bergführer gaben ein Face im Klostertal frei. Um in dieses Tal zu gelangen musste der Litznersattel bezwungen werden. Nach Abfahrt, Facecheck und Ridersmeeting machte sich die bunte Meute auf zum Start. Sonne satt und Neuschnee ließen die Anstrengungen aber in den Hintergrund gleiten.
Guten Morgen Kitsch
Zum Contest:
Bei den Boardern zeigte ein kompaktes Feld viele solide Runs. Die Boarder die viel riskierten hatten auch mit den ein oder anderen Schönheitsfehler zu kämpfen. Trotzdem zahlte sich das Risiko aus und die Siegesline von Andreas Neyer zeigte eine solide schnelle Fahrt mit eingebauten 360. Sehr fein. Dritter wurde der Mann aus Litauen, Kostas Sirvydis der einen hohen Jump nicht ganz fehlerfrei stand, dies aber durch seine Linie und seinem technisch feinem Style ausmerzte. Dazwischen zwängte sich noch Thomas Kessler mit Flow, großen Air und kleinen Griff in den Schnee.
Contestface
Ski:
Der oberste Podestplatz bleibt fest in Familienhand. Diesmal zeigte jedoch ein anderer Sperger was die zwei Brüder Fabio und Hanno so in den Schnee bzw. in die Luft zaubern können. Fabio bewies allen, dass man das höchste Cliff des Tages auch problemlos stehen konnte. Auf den zweiten Platz raste Lisa Horst mit einem schnellen, technisch perfekten Run ohne Stopps vor Jumps und voller Kontrolle in der Luft. Den dritten Platz konnte Skalnig Andreas durch einen von Start bis zum Ziel gezogenen Run mit vielen kleineren Jumps und einer mit voller Kontrolle gefahrenen Linie über hart gepressten Schnee ergattern. Reini zog mit Telemarkerski auf den 5 Platz. Nur einen Punkt hinter dem zweiten Sperger der leider mit einem kleinen Schneebrett und einem Backslap zu kämpfen hatte.
Die gezeigten Leistungen und die deshalb vergebenen Punkte vom 2ten bis zum 8. Platz lagen sehr eng zusammen und nur feine Nuancen in Technik, Kontrolle oder Sicherheit machten die Unterschiede aus.
Terrassen Chillout
Wie auch die Jahre zuvor beklatschen die Rider jeden Run und auch die Runs der Bergrettung und Startleiter Samuel Schuler sowie den anderen Helfern.
Nach dem langen Hike zurück zur Hütte genoss man die letzten Sonnenstunden auf der Terrasse. Das Essen war wieder ein Gedicht und die Preisverteilung ging nahtlos in eine feine Hochgebirgsparty über.
Ski
Board
Zum Schluss noch: Danke! Danke an die Organisation, danke an Bruno und seine Familie für die Bewirtung, danke an die Bergrettung und unseren Bergführer Moses.
Last Runs
BOT-Freeride
Fotos von Dominik
Meine Fotos
CONTEST VIDEO

Freitag, 12. September 2014

Reha Tagebuch

7. September:
Am Sonntag hab ich mir nach einem super schönen Tag mit langer Wanderung und einen kleinen feinen Flug mein Knie beim Laufen am Landeplatz nach einem Sprung zerstört. Gleich nach dem Knacks und dem Schock war mir klar, dass das Außenband ab war. Erster Gedanke galt jedoch nicht meiner Gesundheit sonder meiner Arbeit: 1 Woche im neuen Job und jetzt DAS!!! FUUUUCCCKKKK.
Ich weiß noch von meiner letzten Knieverletzung, dass man sich das Außenband sehr selten reißt. Claudia brachte mich sofort ins Krankenhaus in St.Johann. Nach dem Röntgen war meine Diagnose bestätigt und ein Schubladentest fürs Kreuzband war aufgrund meiner Schmerzen und dem damit verbundenen Verkrampfen nicht möglich. Der Doktor bestätigte mir jedoch, dass ein Außen- oder ein Innenband immer nach dem Kreuzband reißt.
Knie am Sonntag nach Abnahme der Schiene
Warum schreib ich diese Zeilen: Weil man Zeiten wie Reha, Schmerzen und langes Gehen mit Krücken viel schneller vergisst als die Zeit kurz nach der Reha. In der man schon wieder fitter wird, Radfahren kann oder Wandern geht. Es liegt halt in der Natur des Menschen, dass er sich lieber ans Schöne erinnert. Doch will ich meine Genesung diesmal täglich festhalten und wenn ich mir ehrlich bin: den ganzen Tag lesen geht auch nicht. Als Ausgleich schreib ich halt täglich 5 Zeilen.

Knie Montag Abend
Kurz nach dem Verlassen der Krankenhauses hab ich bei der Sportsclinic Austria angerufen und konnte mit Doktor Hoser einen MRT Termin am Montagmorgen ausmachen. Nach der MRT wurde auch gleich ein Operationstermin am Dienstagmorgen ausgemacht, da sich das Außenband sonst zurückzieht und es nicht wie das Innenband selbst verheilt. Hier sei anzumerken, dass das Außenband samt Kapsel vom Knochen ausgerissen ist.

Und genau am Dienstag nach bzw. kurz vorm Aufstehen kamen all die verdrängten Erinnerungen der letzten OP wieder zurück. Die Schmerzmittelspritze in der Nacht, da das Schmerzmittel im Tropf nicht ausreichte. Das Abnehmen des Verbandes, bei dem ich dachte es ist sicher eine zentimeterdicke Bandage drunter, stattdessen: Alles nur KNIE und Schwellung. Die Angst nach der OP umzuknicken (jetzt mit dem Außenband viel akuter als eine OP bei ders nur ums Kreuzband geht). Und die lange Reha, die komplette Abhängigkeit von anderen Leuten. Also die Hilflosigkeit und das jede Bewegung, jeder Weg dreimal überlegt wird… DAS hatte ich alles vergessen gehabt. Ich hatte nur den Teil der Reha im Kopf den ich genossen hatte: Berggehen mit Claudia und Max und mit der Gondel wieder runter fahren. Geknetet werden bei Knipp Rudi und Spass daran haben, dass ich so eine schnelle Genesung hatte. Später dann Radlfahren und Tourengehen (wieder mit der Gondel runter).
Das starke Linke und der schmächtige Rechte
9. September
Also in der Früh fuhr mich Papa nach Hochrum. Ich checkte im Zimmer ein und wartete auf meinen Termin. 11:00 OP, vorher noch Gespräche mit dem Anästhesisten. Dieser erklärte mir, dass es diesmal keinen Schmerzblocker gibt um dem Muskel nicht so viel Kraft zu nehmen. Die Reha sollte dadurch schneller vorangehen.

Da kamen ein zwei Ängste in mir auf. Letztes Mal brauchte ich trotz Schmerzblocker DIE Schmerzmittelspritze am zweiten Tag. Doch das sieht man eh alles später. Zur OP kann ich nur im Nachhinein erzählen: Dr. Hoser rief um 14:00 Daheim an und bestätigte das die OP perfekt verlaufen war. Ich wachte um 15:30 auf und genoss meinen Zustand. Die Krankenschwestern wollten mich aber wacher sehen. Über Nacht musste ich nach einen kleinen Schmerzmittelupgrade fragen. Das war aber nicht weiter schlimm.
Kurz vor der OP
10. September
Nach dem Aufwachen kamen die Schläuche raus und die erste Physio startete. Mit Tipps wie man die Lymphknoten bzw. den Abtransport der Schwellung über diese beschleunigen kann. Danach Lymphdrainage und zu Mittag brauchte ich wieder etwas Unterstützung von oben: etwas mehr Schmerzmittel. Aber wieder nicht die wilde Spritze. Nachmittags und mittags bin ich noch ein zwei Runden spaziert.

11. September
Wie ein Uhrwerk: mein Knie meldete sich wieder um 2 Uhr morgens und der kleine Schmerzmitteltropf wurde wieder angeschlossen. Nach dem Frühstück gab es Physiotherapie: Strecken des Beins und passives Bewegen. Und nach der Zeitung wurden wiederum die Lymphknoten aktiviert. Danach kam auch schon Doktor Hoser der den Verband abnahm, die Nähte abklebte und mich nach Hause schickte. Wahnsinn. Aber eigentlich ok. Ob ich jetzt hier lieg oder daheim ist schon egal. Markus klaubte mich kurz nach Mittag auf und mit Zwischenstopps bei Hausarzt und Apotheke kam ich mit Schmerzmittel, Magenschutz und den beliebten Thrombosespritzen daheim an. Claudia zauberte ein leichtes Abendessen und dann gings auch schon ins Bett, da der Tag doch sehr fordernd war.
Bissl Blut, aber nix schlimms
12.September
Nicht ganz nach der Uhr, aber aufgrund der Ortsverschiebung noch im Rahmen: eine halbe Proxen um 3:00Uhr Morgens hats zum weiterschlafen gebraucht. Am Nachmittag erstes Lymphen bei Knipp Rudi. Man merkt einfach, dass er sein Handwerk versteht.
NomNomNom

13. September
Immer noch brauchts über nacht eine halbe Proxen zum weiterschlafen. Vorm schlafen dachte ich, dass ich gar kein Schmerzmittel mehr brauche. Das Knie an sich schmerzt nicht. Nur die Nähte sind das „Problem“. Und da im Schlaf alles besser heilt und man heutzutage keinen Schmerz mehr fühlen muss nimmt man einfach die kleine Tablette und fertig.

Doch dafür den ganzen Tag über kein Schmerzmittel mehr genommen und keine Schmerzen gehabt. Fein. Leider ist Wochenende und ich kenn keinen Physiotherapeuten der mich Spaß halber Lymphen will.


14. September
Ruhig lagern, kühlen und sonst nix. Die Schwellung ist wieder etwas zurückgegangen, doch kocht das Knie innerlich. Ein weiteres Problem, dass seit der letzten Verletzung vergessen war: Socken anziehen! Und im Speziellen die Thrombosestrümpfe: allein unmöglich.

15. September
Endlich wieder Physiotherapie, bzw.
Lymphdrainage.

16. September

Ctrl C 15.September; Ctrl V


17. September
Ctrl C 15.September; Ctrl V


18. September 
Rumliegen, lesen und Retterspitz statt Physio. Auch fein. Doch bei dem schönen Wetter macht das keinen Spaß.

19. September
Keine Schmerzen und genau das ist gefährlich. Unbedingt NUR mit Krücken gehen und nicht glauben, dass schon mehr geht. Weiter wird mir geraten einfach nichts zu überstürzen und Ruhe ist zurzeit immer noch das Beste.


20. 21. 22. 23. September
Simple Life. Etwas langweilig doch Bücher und Internet helfen über die schönsten Tage.
PatrickStarKnie

24. September
Klammern raus. Mir wird weiterhin zur Vorsicht geraten, nichts überstürzen! Da das Außenband seine Zeit braucht. Es hält anfangs einfach nicht. Voraussichtlich kann ich ab 30. September die Krücken auf die Seite legen. Danach noch drei Wochen Schiene. Doch zur Arbeit will ich ab 8. Oktober.



Bis zum 29. September gibt es nichts zu berichten. Eisauflegen, hochlagern und etwas in der Wohnung hin und her „Krücken“. Nur eines ist schon FIX: mit Skifahren wirds heuer NIX

29. September
In der Physiotherapie darf ich das erste Mal aufs Radl und in die Beinpresse. Das darf man sich jetzt aber nicht wie Sport vorstellen. Einfach nur bewegen.

1. Oktober
Krücken weg! Den halben Tag noch mit einer Krücke aufn „Weg“ und später die ersten Meter nur mit Schiene. Fein endlich etwas mobiler bzw. wieder auf leiseren Sohlen unterwegs.


2. Oktober
Physio mit Lymphdrainage, Strom, Radln und Beinpresse. Das linke Wadl ist die Hälfte vom Rechten und mit zwei Händen komm ich schon um meinen linken Oberschenkel. Hoffentlich ist das der Tiefpunkt und die Muskeln nehmen nicht noch mehr ab.


15. Oktober
Kontrolltermin bei Doktor Hoser. Alles im grünen Bereich obwohl mir wieder bestätigt wird, dass ich heuer keine Skisaison haben werde. Langlaufen und das Tourengehen mit Gondeltalfahrt sieht jedoch auch der Doktor als super Reha an. Seit 8.10 bin ich wieder in der Arbeit. Zum Glück wurde ich behalten, ist ja auch nicht selbstverständlich.
Die Physio geht jetzt immer mehr in die aktive Phase über. Jedoch bekomm ich immer noch Lymphdrainagen da sich durch die Sitzerei tagsüber immer wieder Schwellungen bilden. Alles halb so schlimm. Die Schiene kann ich jetzt 90° abbiegen und muss sie nur noch eine Woche lang tragen. Trotz allem wird mir aufgrund des filigranen Außenbandes immer noch zur Vorsicht geraten. Nix übertreiben auch wenn man sich schon fit fühlt.


20.Oktober
Die Schiene kommt langsam weg.
Nach 6 Wochen gewöhne ich mir nach und nach die Schiene ab. Nicht als harter Schnitt, sondern immer wieder Zeiten ohne Schiene und Zeiten mit Schiene. Während der Arbeit lasse ich sie aufgrund der weiten Autofahrt drauf. Gehen, sitzen und Therapie also quasi der Feierabend, wird ohne Schiene absolviert.
Ein Sauberes Gehbild definiert sich hauptsächlich daraus wie weit das Knie überstreckt werden kann. Die Beugung ist jetzt noch zweitrangig. Auf volle Streckung wird jetzt mit Rad, Trampolin, Beinpresse und Durchdrücken des Kniegelenks während der Massagen hingearbeitet. Erster sportlicher Erfolg war ein längerer Spaziergang von zu Hause bis zum Berg. Ich bin fix und fertig, jedoch ohne Schmerzen am Ziel angekommen.


21.Oktober
Schienenlos. Fein beim Schlafen und fein bei der Arbeit, da die Hose die Schienengelenke nicht mehr ans Knie presst. Doch man ist wieder etwas unsicherer auf den Beinen. Das legt sich aber sicher bald.

22.Oktober
Beim Radln während der Physiotherapie das erste mal ohne verkleinern des linken Pedalhubs durchtreten können. Ein weiterer Meilenstein ist somit erreicht. Da das Durchstrecken des Knies noch nicht funktioniert ist das nächste Zwischenziel bereits definiert.

25. + 26.Oktober
Jeweils eine Stunde problemloses Spazierengehen. Strecken des Kniegelenkes ist möglich, aber das Überstrecken geht noch immer nicht. Abbiegen: etwas mehr wie 90°. Keine Schmerzen oder Beschwerden, nur würde man bei dem Wetter schon lieber mehr machen.

27. -31. Oktober
Die Physiotherapie wird immer mehr zum Training. Kein feines massiert werden mehr. Nur noch Ergometer, Beinpresse, Trampolin und Wackelbrett. Der linke Oberschenkel ist zwar noch lange nicht auf dem Niveau des rechten, doch langsam kommt die Kraft und die damit verbundene Sicherheit zurück.
Sonny Day im Oktober
November
Nicht die Kraft im Oberschenkel ist wichtig, nein Koordination ist alles! Das Wackelbrett wird jetzt auch daheim verwendet. Beim Physiotherapeuten gestalte ich mir mein eigenes Zirkeltraining und am 19. November gibt es nochmal eine Nachuntersuchung bei Dr. Hoser. Der Oberschenkel ist immer noch sehr breiig und noch weit weg vom Normal.
Skitouren am Hausberg
19.November
Doktor happy, ich happy, Knie happy. Und als Geschenk des Hauses noch eine gratis Narbensalbe bekommen. Was für ein Tag! Juhu

Frozen Lake
22.November
Spontan mit Xandi rund um den Taubensee gegangen. Rauf übern Chiemseeblick-Premium-Wandersteig =) und dann bis zur Exenberger Alm den Kamm entlang und runter über die Forststraße. Rauf problemlos, runter etwas konzentrierter gegangen. Eigentlich eine schon fast normale Bergtour die natürlich noch mit Vorsicht zu genießen war. Den Muskelkater nach der Tour genoss ich nach zwei Monaten "Verfall" fast genauso wie die Tour selbst.
Winter 2014 (bis 26.12)

Dezember
Nach der Bergtour kam die Angst. War das zu früh? Ist was gerissen ohne dass man es gemerkt hat? Recherche im Internet: vor der 12 Woche keine Belastung, da das Band sonst nicht gut einwachsen kann… Panik! Doch dann die Entwarnung, der Bericht ist von 2001, also in Mediziner - Kreisen stark veraltet. Trotzdem bin ich zu Knipp Rudi und hab mir den Schubladentest machen lassen um Gewissheit zu haben: Kreuzband sitzt bombenfest.

Über alternative Aufstiege
 In der Arbeit kam ich vom Büro in die Inbetriebnahme und musste bzw. durfte so den ganzen Tag stehen. Dies war ein feines Training oder feines gewöhnen ans stehen. Mit langen und täglichen 
Spaziergängen konnte auch die Fitness langsamst wieder hergestellt werden.
Sich selbst wieder spüren: Sehr fein

Weihnachtsurlaub
Sechsmal Skitour bis zur Gondel. Das sind 6 x 900m. Ich bin zufrieden. Jeden Tag eine bis drei Stunden Spazieren und zusätzlich die Touren lassen den linken Oberschenkel langsam wieder fest werden. Doch die Koordination wurde in der Physio einfach vernachlässigt. Ich beschieße beim Therapiezentrum Wittlinger in Behandlung zu gehen und das Training beginnt. Seither bin ich einmal die Woche in Walchsee und bekomm Übungen beigebracht die ich auch zu Hause machen kann. Auf einen Bein den Luftballon in der Höhe halten usw. Aber auch kräftigende und Sicherheit gebende Sprungübungen sind dabei.


Auch zum Skitourengehen gehört Apres Ski
Edit: Leider haut die Formatierung nicht mehr hin. Aber egal, ließt eh keiner =)


Februar:
Letzte Physiotherapie mit viel Koordinationstraining und viel Kopftraining: Nicht ans Skifahren denken. Bei dem Schnee fällt das jedoch immer schwerer. Während der Woche gibt es danke Firmensport ein feines Programm, das die allgemeine Fitness wieder etwas auf Vordermann bringt. Montags Spinning oder Hot Iron und dienstags Rückenfit. Ein feiner Ausgleich nach der Arbeit und man kommt geduscht nach Hause.

18.Februar
Eigentlich wollte ich ja im März bereits beim Aeros Winter Race starten. Beim Kontrolltermin in Innsbruck wurde mir davon abgeraten. Dr. Hoser ist zwar sehr stolz auf seine Arbeit, doch aufgrund der Tatsache, dass mein Kreuzband schon einmal gerissen war dauert die Genesung etwas länger als beim letzten Mal. Ich sollte noch bis April warten mit den Fliegen (Einfachsegeln trau ich mir jedoch schon zu). Somit ließ ich auch das Loferberger Rodelrennen sicherheitshalber aus.
Ab jetzt heißt es wieder Kraft aufbauen. Die Koordination im Knie passt soweit und sollte weiters trainiert werden. Kurzum: Genesen, doch noch nicht 100% einsetzbar

8.März
= 6 Monate -1 Tag seit der OP. Mit Claudia Hund und Wuzel 50min Joggen. Während des Laufens hab ich sehr auf das schöne Laufbild und auf weiches Abrollen geachtet. Super wieder zusammen Sport machen zu können. Allein das motiviert emens und macht einem Freude auf mehr.

21.März
Erstflug mit der Ursache des ganzen Übels. 40min Luftschnuppern übern Unterberg und Schnappen.

23.März
Zweiter Flug mit mehr Sicherheit im Knie und keinen Kopf der während des Fliegens ans Landen bzw. ans Knie denkt.

24.März
First Family Trecking

27. bis 29 März
Back on Track: Judgen, Skitouren gehen und Skifahren! 20 Powderturns als Seelenfutter vom Feinsten. Man weiß, dass man nächstes Jahr wieder skifahren kann. Der Schnee staubt um einen herum... Die Reha ist zwar noch nicht abgeschlossen, da ich jetzt noch Trainieren muss. Doch man ist schonmal übern Berg.

30.März 
Schnelles Joggen mit Claudia, Samuel und Max. Bei Wind und Wetter. 6,?km in 36min. 10km/h Schnitt aufgrund der Kälte und dem Regen. Fein das Knie hält immer noch und schwellt auch nicht an oder blutet ein.